Neues aus dem Storchennest

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25.08.2008

In diesem Jahr sind Basti und Miro schon am 14.08. nicht mehr über Nacht auf dem Nest gewesen. Sie haben sich mit Sicherheit schon zu denen, die aus dem Norden kommen gesellt. Sie sammeln sich erstmal  zu großen Schwärmen, bevor sie gemeinsam die Reise in den Süden antreten. Ihre Eltern verbrachten ihre letzte Nacht vom 19.08. zum 20.08. auf dem Nest und sind dann auch abgereist.  Wollen wir hoffen, das Sie eine gute Reise haben und im Frühjahr zum Brüten wieder auf das Görsbacher Storchennest kommen. Sollte mal wieder ein mit Ring gekennzeichneter Storch auf unserem Nest landen, ist es mit der neuen Kamera möglich, die Ringnummer sofort abzulesen.

 

 

13.08.2008

Nun halten sich Basti und Miro den ganzen Tag auf den umliegenden abgeernteten Feldern auf, denn dort finden sie ausreichend Nahrung. Die beiden sind immer zusammen auf den Feldern zu finden. Manchmal sind auch ihre Eltern dabei und sie ziehen zu viert über den Acker. Spätestens vor dem Einbruch der Dunkelheit finden sich alle wieder im Nest ein und dann gibt es von den Eltern nochmal eine ordentliche Portion Futter. Ich schätze mal, das sie noch ca. 14 Tage bleiben und dann die Reise in den Süden antreten. 

 

 

 

 

 

27.07.2008

Gestern haben sie noch jede Windböe ausgenutzt um das Fliegen zu üben. Sie haben ständig mit den Flügeln geschlagen, sprangen auf den Nest umher und schwebten  bis zu ca. zwei Meter über den Nest. Teilweise haben sie bei diesen Flugübungen das Nest nur knapp verfehlt, so das man gedacht hat, jetzt rutscht er ab und er muss fliegen.

Heute Morgen war es dann so weit, sie haben den Sprung gewagt und sind das erste Mal geflogen. Nach kurzer Zeit waren sie wieder da, aber nicht lange und sie habe gleich eine zweite Flugrunde gestartet.

27.06.2008

Heute um 16.30 Uhr wurden unseren beiden Jungstörche von Herr Dr. Gödecke am rechten Bein oberhalb des Intertersalgelenks beringt. Er wurde dazu mit einer Hebebühne (Steiger) der Nordhäuser Stadtwerke an das ca. 12Meter hohe Nest heran gefahren und konnte dann problemlos die Ringe mit den Nummern H6388 und H6389 anbringen. Selbstverständlich haben die beiden auch wieder Paten und Namen bekommen. Da wir in diesem Jahr nun mal drei Paten, aber nur zwei Störche haben, konnten wir nicht die Namen der Kinder nehmen, da wäre ja einer vernachlässigt worden. Also haben wir uns folgendes einfallen lassen. Alle drei Paten sind Fußballbegeisterte und  die aktuelle Situation ist nun mal, das sich die deutsche Nationalmannschaft im Spiel gegen die Türkei ins Finale gekämpft hat. Ich war mir mit den Paten sehr schnell einig, dass wir die Namen der ersten beiden Torschützen aus diesem Spiel nehmen, also Sebastian Schweinsteiger und Miroslav Klose. Somit haben wir den Storch mit der Nummer H6388 Basti getauft, die Patenschaft hat Justin Weimar übernommen und die Nummer H6389 hat den Namen Miro bekommen, die Patenschaft für ihn haben das Geschwisterpaar Marvin und Emely Meldau übernommen, die auch mit Freude ihre Urkunde entgegen genommen haben. Alle drei Paten stammen aus Görsbach. Wollen wir hoffen, dass Basti und Miro weiterhin gut wachsen und im Herbst die Reise in den Süden antreten können.

16.06.2008

Der Regen in den letzten Tagen und die damit verbundene Abkühlung war mal dringend notwendig und tut auch unseren Jungstörchen gut. Die Eltern brauchen jetzt nicht mehr so lange um Futter heran zu bringen und die beiden hungrigen Schnäbel zu stopfen, schließlich braucht jeder ca. 850 Gramm Futter am Tag. Ansonsten verbringen die Jungen ihre Zeit mit den ersten Stehversuchen, der Gefiederpflege und miteinander kuscheln. Am Freitag den 27.06. ab 15:00Uhr bekommen die Jungen wieder einen Kennungsring und einen Namen, der von den Kindern der Grundschule Görsbach bestimmt wird.

10.06.2008

Schon am Donnerstag vergangener Woche machte ein Jungstorch ein sehr bedenklichen Eindruck, er lag fast regungslos im Nest, ab und zu kam der Kopf noch ein bißchen nach oben aber sonst sah man nur noch die Atembewegung und am Freitag früh hat sich meine Befürchtung bewahrheitet, er ist verendet. An was er genau gestorben ist kann nicht mehr festgestellt werden, da er erst am Sonntag nachmittag aus dem Nest geworfen wurde und der Verwesungsprozess schon zu weit fortgeschritten war.

Nun haben wir noch zwei Jungstörche, die auch schon mal kleinere Spaziergänge bis zum Nestrand machen und mit lang ausgestrecktem Hals schauen, was in der Welt so los ist. Wollen wir hoffen, dass es so bleibt und sie im Herbst die Reise in den Süden antreten können.

 

01.06.2008

Nachdem die Altstörche die Anzahl der Jungen von 5 auf 3 reduziert haben, geht es immer noch sehr turbolent zu, erst recht wenn es was zu Fressen gibt. Das Speisenangebot ist relativ abwechslungsreich, in letzter Zeit werden viel Mäuse, Frösche und auch Fisch "gereicht". Es ist  erstaunlich, wie die Kleinen auch schon mit grösseren Brocken fertig werden. Da wird so lange gewürgt bis der Frosch oder die Maus verschwunden ist und wenn sie weiterhin mit solch ordentlichen Portionen versorgt werden, dann sieht es für die Drei ganz gut aus.

Der Eindringling vom 11.04. ist erkannt. Ich habe die Nachricht bekommen dass der Storch mit der Ringnummer H 3383, der am 11.April unser Storchenpaar angegriffen hat, in Leimbach bei Bad Salzungen (Thüringen) 2005 geschlüpft ist und im Juni von Herr Schmidt aus dem Wartburgkreis beringt wurde. Also ein Junggeselle der gerade mal geschlechtsreif geworden ist und sich erstmal austoben muss.

 

 

29.05.2008

Die natürliche Auslese hat zugeschlagen. Wie geplant ist am Montag auch das fünfte Küken  geschlüpft. Trotz das es etwas kleiner und schwächer als die anderen war, hat es sich beim Füttern durchgesetzt und auch etwas abbekommen. Doch die Natur ist gnadenlos, schon am Mittwoch vormittag fing der Altstorch an, das kleinste aus der Nestmitte herauszuziehen und schleuderte es an den Nestrand. Dann hat er es immer wieder mit den Schnabel aufgenommen und schlenkerte es umher, bis er es dann aus dem Nest warf. Dasselbe passierte heute mit dem vierten Küken. Ich bin der Meinung, dass die Altstörche Schwierigkeiten haben, bei dieser Trockenheit genügend Futter heranzubringen, sie sind auch immer sehr lange unterwegs bis sie wechseln. Schließlich braucht ein Junges jetzt schon 5 bis 6 Mäuse am Tag und in drei Wochen müssen die Alten ca 850 Gramm Fleisch pro Tag für jeden anbringen.

 

 

24.05.2008

Das geht ja wie das Brezel backen. Am Freitag früh war schon das dritte Küken geschlüpft und heute, ich hatte gerade mit Siegfried Schalow die neue Kamera angebaut und wir machten einen Probelauf, da konnten wir sehen, wie der Altstorch die Eischale aus der Nestmitte nahm und am Rand ablegte. Dann hat es nicht mehr lange gedauert und wir konnten das vierte Köpfchen sehen. Nun liegt noch ein Ei im Nest, das spätestens am Montag schlüpfen müsste.

 

 

22.05.2008

Die ersten beiden Jungen sind geschlüpft. Da die Eier im Abstand von zwei Tagen gelegt werden, schlüpfen die Jungen in der Regel auch im  Abstand von ein bis zwei Tagen. Dass die ersten beiden Küken zur gleichen Zeit schlüpfen liegt daran, weil die Störche erst mit den zweiten Ei anfangen intensiv zu brüten. Leider kann man die Jungen noch schlecht erkennen, dass wird sich ändern, denn es ist geplant eine neue Kamera zu installieren, mit der auch Nahaufnahmen von den Jungen möglich sind.

 

 28.04.2008

Das Gelege ist nun mit fünf Eiern komplett.

Wollen wir hoffen, dass unsere Störche in der Brutzeit nicht nochmal von anderen Störchen angegriffen werden, so dass wir um den 20.Mai mit dem Schlüpfen der ersten Jungen rechnen können.

 

 

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Finanzdienstleister

Sven Kreidemeier

 

Agraproduktion

"Goldene Aue"

 

 

 

 

 23.04.2008

Die ersten zwei Eier liegen im Nest. Da die Störche im Abstand von zwei Tagen die Eier legen, muss das erste am 21.03. gelegt worden sein. In der Regel besteht ein Gelege aus vier bis fünf Eiern. Nun heißt es ständig brüten. Die Brutzeit beträgt ca. 30-32 Tage und diese Aufgabe teilen sich Männchen und Weibchen, so das man sagen kann, beide verbringen gleich viel Zeit, um die Eier auszubrüten.

 

 

13.04.2008

Am 8. April war die Storchendame eingetroffen und es wurde auch gleich Hochzeit gemacht. Alles wie es sein soll, aber nur bis zum Freitag vergangener Woche. An diesem Tag kam ein dritter Storch und machte den Beiden das Nest streitig. Immer wieder startete er Angriffe auf das Nest. Doch mit vereinten Kräften konnten unsere beiden den Eindringling abwehren. Als er dann merkte, dass es ihm nicht möglich ist, das Nest einzunehmen, landete er auf den Dachgiebel des Nachbarhauses. Dort habe ich gesehen, dass er ein Ring trägt und bei dieser Gelegenheit konnte ich mit einen Fernglas die Ringnummer ablesen. Sie lautet DEH=Länderkennung und steht für Deutschland, Vogelschutzwarte Hiddensee und die Nummer ist H3383. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt und es wird jetzt auch nicht mehr lange dauern, bis das erste Ei gelegt wird.

 

 

 

 

06.04.2008

Seit dem 01.04. ist wieder ständig ein Storch auf den Nest, auch über Nacht. Ob es der selbe ist, der sich seit dem 22.03. bei uns aufhält, kann ich nicht sagen, weil er keinen Kennungsring trägt. Auf jeden Fall trägt er schon fleissig Äste und weiches Nistmaterial heran und hat es sich schon recht gemütlich gemacht dort oben. Jetzt braucht nur noch seine Partnerin kommen, und so gut vorbereitet kann er garantiert einen guten Eindruck machen.

 

 

 

28.03.2008

Am 22.03. wurde das erste Mal ein Storch auf den frisch "renovierten" Nest gesehen. Ob er bleibt und wann sich seine Partnerin zu ihm gesellt, bleibt abzuwarten.

 

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